:: Textversion Startseite   :  Impressum   :   Inhalt    :   Kontakt   :   Suche
::
::
::
::
::
::
:
:
:
:
:
:
© Alloheim GmbH 2010
 
 
Lexikon
AEDL
Konzeptionelles Modell der Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens. 1984 veröffentlicht von Monika Krohwinkel, Professorin für Pflege an der Ev. Fachhochschule in Darmstadt. Das Strukturmodell der 13 AEDL ist ein Teilbereich des kompletten Modells der Fördernden Prozesspflege. So werden die Pflegeanamnese, die Fähigkeiten, Probleme, Hilfsmittel, die Ziele sowie der Pflegeplan und die abschließende Auswertung der Pflege entsprechend gegliedert und bearbeitet. Die AEDL-Bereiche sind nie getrennt voneinander zu begreifen. Sie stehen immer miteinander in einer gegenseitigen Wechselbeziehung und bedingen sich gegeneinander.

Entscheidend ist bei diesen Überlegungen, dass der alte Mensch als ganzheitlich zu begreifende Person mehr ist als die 13 AEDL. Er ist immer mehr als die Summe dieser Teile.

Alzheimer
siehe auch Demenz. Die Alzheimer-Krankheit ist nur eine von verschiedenen Formen der Demenz. Es lässt sich eine vor dem fünfundsechzigsten Lebensjahr beginnende Frühform von einer nach dem fünfundsechzigsten Lebensjahr beginnenden Form unterscheiden. Die Alzheimer-Demenz entsteht durch allmählichen Untergang von Nervenzellen und Schaltstellen des Gehirns. Über einen Zeitraum von Jahren kommt es dabei zu einem Hirnmassenschwund (Atrophie). Die Alzheimer-Demenz beginnt allmählich und verläuft schleichend, aber stetig fortschreitend.

Ambulanter Pflegedienst
Ambulante Pflegedienste ermöglichen es, professionelle Pflegeleistungen in der häuslichen Umgebung ihrer Patienten zu erbringen, mit dem Ziel, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern oder zu erhalten. Um die professionellen Pflegeleistungen sicherzustellen bzw. auszuweiten, nehmen Mitarbeiter von Pflegediensten regelmäßig an Fortbildungen teil, um nach den neuesten pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen zu pflegen. Zum Leistungsprofil von ambulanten Pflegediensten gehören in der Regel die Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung, Pflege nach dem Bundessozialhilfegesetz sowie Hilfe in der hauswirtschaftlichen Versorgung. Oftmals kommen noch Service-Dienstleistungen wie Essen auf Rädern, Fußpflege und Betreutes Wohnen, sowie private Dienstleistungen, die von den Kostenträgern nicht übernommen werden, dazu.

Apallisches Syndrom
Auch Wachkoma genannt. Schlafähnlicher Zustand mit offenen Augen, bei dem der Patient wach ist, jedoch in der Regel keine Reaktionen, Blickfixierung oder spontane Äußerungen zeigt; verschiedene Reflexe, etwa der Greifreflex, sind vorhanden. Diese Form der Bewusstseinsstörung geht auf einen Funktionsausfall der Großhirnrinde nach Schädelhirntrauma, Vergiftung, Schock oder Reanimation zurück. Die Patienten müssen intensivmedizinisch überwacht, manche auch beatmet werden. Eine Prognose ist sehr schwierig. Manche Wachkoma-Patienten sterben infolge von Komplikationen, zum Beispiel Infektionen. Andere erwachen selbst noch nach längerer Zeit aus dem Wachkoma und werden wieder vollständig gesund. Fest steht, dass sich die Prognose mit der Dauer des Wachkomas verschlechtert. Umstritten ist, inwieweit Wachkoma-Patienten ihre Umgebung wahrnehmen können. Ein Teil der Ärzte gehen davon aus, dass die Patienten weder andere Menschen noch ihre Umgebung registrieren. Andere Mediziner gehen davon aus, dass die Patienten sehr wohl mitbekommen, ob sie zum Beispiel Zuwendung erfahren, Schmerzen haben, oder sie allein gelassen bzw. feindselig behandelt werden. Auch Patienten, die wieder aus dem Koma erwacht sind, berichten teilweise von Wahrnehmungen dieser Art.

Audit
ist ein Instrument, das zur Überprüfung von Qualitätszielen eingesetzt werden kann.

Barbetrag
Bewohner, die ihren Heimaufenthalt nicht komplett mit ihrem eigenen Einkommen und Vermögen, sondern nur mit Unterstützung der Sozialhilfe bestreiten können, erhalten vom Sozialhilfeträger einen monatlichen Barbetrag. Dieser Betrag setzt sich aus einem Grundbetrag, den alle Berechtigten bekommen, und einem Zusatzbetrag zusammen, der sich an der Höhe des eingesetzten Einkommens orientiert. Die Pflegeeinrichtung nimmt den Barbetrag vom Sozialhilfeträger entgegen, zahlt ihn an den Bewohner aus und/oder verwaltet kleinere Barbeträge im Auftrag des Bewohners.

Behandlungspflege
Auch medizinische Behandlungspflege. In der Alten- und Krankenpflege wird zwischen Grundpflege und Behandlungspflege unterschieden. Behandlungspflege ist eine medizinische Hilfeleistung, d. h., sie dient zur Sicherung des ärztlichen Behandlungsziels. Dazu gehören beispielsweise das Verabreichen von Spritzen, die Versorgung von Wunden (Dekubitus), die Blasenkatheterversorgung oder Verbandswechsel. Behandlungspflege wird vom Arzt angeordnet, die Ausführung vom Arzt an fachlich qualifiziertes Personal deligiert.

Betreutes Wohnen
Nicht zum Wohnen im Heim gehört das Betreute Wohnen. Hierbei wird ein Wohnen in einer Wohnung innerhalb eines Gebäudekomplexes angeboten, bei dem z. B. Verpflegung, hauswirtschaftliche Dienste, Pflege und Betreuung bei Bedarf von speziellen Diensten angefordert werden können. Der Bewohner entscheidet, was er davon in Anspruch nehmen will. Er zahlt eine Monatsmiete und die Kosten für die ihm gewährten Leistungen. Die Bewohner schließen mit dem Vermieter der Wohnungen einen Mietvertrag ab, der dem Mietrecht unterliegt. Zusätzlich zum Mietvertrag können ein Betreuungsvertrag oder mehrere Betreuungsverträge mit Anbietern von Dienstleistungen abgeschlossen werden. Diese Art der Betreuung wird unter unterschiedlichen Bezeichnungen angeboten, so z. B. auch als „Service-Haus“. Sie unterliegen nicht dem Heimrecht.

Biografieorientierung/Bewohnerorientierung
Eine bewohnerorientierte oder individuelle Pflege versucht, jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit und seiner individuellen Lebensgeschichte zu verstehen und entsprechend zu pflegen. Bewohnerorientierung ist insbesondere bei Menschen, die an Demenz erkrankt sind, von großer Bedeutung. Indem der Lebenslauf (Biografie) des Bewohners mit ihm und/oder seinen Angehörigen besprochen wird, werden wichtige Stationen und Menschen in der Lebensgeschichte des Bewohners sichtbar. Es wird versucht, dies bei der Pflege zu berücksichtigen, z. B. wird ein Mensch, der den Beruf des Gärtners ausgeübt hat, sich für Pflanzen interessieren und vielleicht Freude daran haben, sich um Zimmerpflanzen zu kümmern, oder er wird sein Zimmer leichter wiederfinden, wenn sein Türschild die Form einer Gießkanne o. Ä. hat.

Demenz
Als Demenz wird eine Störung bezeichnet, die mit Beeinträchtigungen des Gedächtnisses und anderer Funktionen des Gehirns einher geht, die so schwer sind, dass sie die Alltagsbewältigung deutlich beeinträchtigen. Die häufigsten Formen sind die Alzheimer-Demenz und die vaskuläre Demenz.

Diabetes mellitus
Diabetes mellitus, im Volksmund Zuckerkrankheit genannt, ist eine Stoffwechselstörung, bei der das Hormon Insulin nicht in ausreichendem Maße gebildet wird oder nicht entsprechend zur Wirkung kommt.

Einstufung
Der Begriff der Einstufung bezieht sich auf die Begutachtung des Versicherten durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK), um Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen zu können. Der MDK ordnet den Versicherten, je nach Schweregrad der Pflegebedürftigkeit, einer der drei Pflegestufen zu.

Ergotherapie
Ergotherapie ist die Vereinigung aus Arbeitstherapie und Beschäftigungstherapie. Die Ergotherapie ist eine Behandlungsmethode, die sich an Menschen mit krankheitsbedingt gestörten motorischen, sensorischen, psychischen und kognitiven Fähigkeiten wendet. Unter Anwendung von spielerischen, handwerklichen und gestalterischen Techniken sowie lebenspraktischen Übungen werden Patienten aller Altersstufen individuell gefördert. Durch Verbesserung, Wiederherstellung oder Kompensation der beeinträchtigten Fähigkeiten soll dem Patienten eine möglichst große Selbständigkeit und Handlungsfreiheit im Alltag ermöglicht werden.

Gemeinwesenorientierung
Unter Gemeinwesenorientierung versteht man die Offenheit und die Bemühungen, die von einer Senioren-Residenz ausgehen, die Einrichtung und ihre Bewohner in den Stadtteil oder die Gemeinde zu integrieren.

So richten sich bei Alloheim Angebote wie z. B. Mittagstisch, Cafeteria, Konzerte, Ausstellungen, Veranstaltungen auch an Menschen, die außerhalb der Einrichtung wohnen. Auch beteiligen sich die Alloheim Residenzen ihrerseits an Stadtteil-/Gemeindefesten.

Geriatrie
Unter Geriatrie versteht man die Altersheilkunde. Die Geriatrie befasst sich mit der Entstehung, der Vorbeugung, der Diagnose und der Behandlung von Krankheiten, die vorwiegend im Alter auftreten. Ärzte und Pflegekräfte können sich in dieser Fachrichtung aus-, weiter- und fortbilden lassen.

Gerontologie
Die Gerontologie befasst sich mit der Erforschung von Alterungsvorgängen des Menschen hinsichtlich ihrer biologischen, medizinischen, psychologischen und sozialen Aspekte.

Gerontopsychiatrie
Die Gerontopsychiatrie befasst sich mit den psychischen Erkrankungen im Alter. Dazu zählen z. B. Demenzerkrankungen, Verwirrtheit, Wahnerkrankungen etc.. Ärzte und Pflegekräfte können sich in dieser Fachrichtung aus-, weiter- und fortbilden lassen.

Grundpflege
Unter Grundpflege wird die körperliche Versorgung verstanden. Dazu gehören die Körperpflege, Hilfe und Unterstützung beim An- und Ausziehen, beim Essen und Trinken und beim Aufstehen und Gehen, beim Betten und Lagern. Auch vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung von zusätzlichen Einschränkungen wie Aufliegen, Versteifungen, Mund- und Rachenentzündungen und Lungenerkrankungen usw. sind damit gemeint.

Heimordnung
Jede Einrichtung hat ihre eigene Heim- bzw. Hausordnung. Diese muss dem Bewohner ausgehändigt werden, und  der Bewohner muss sich damit einverstanden erklären.

Heimvertrag
In einem Heimvertrag stehen vertragliche Leistungen und die jeweiligen Kosten die klar beschrieben sind. Der Heimvertrag regelt Art, Inhalt und Umfang der Unterkunft, Verpflegung, Betreuung und Zusatzleistungen.

Inkontinenz
Mit Inkontinenz bezeichnet man die Unfähigkeit, Urin und/oder Stuhl halten zu können.

Krohwinkel, Monika
Monika Krohwinkel ist Professorin für Pflege an der Ev. Fachhochschule in Darmstadt. Sie veröffentlichte erstmals 1984 ihr konzeptionelles Modell der Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens (AEDL). Das Strukturmodell der 13 AEDL ist ein Teilbereich des kompletten Modells der Fördernden Prozesspflege.

Kurzzeitpflege
Können Pflegebedürftige vorübergehend nicht zu Hause betreut werden, können sie für eine kurze Zeit stationär in einer Senioren-Residenz untergebracht werden. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn pflegende Angehörige Urlaub machen oder eine bestimmte Übergangszeit nach einem Krankenhausaufenthalt zu überbrücken ist. Der nötige Antrag bei der Pflegekasse muss vorher gestellt werden, um die Kosten zu decken. Auch die Einrichtung, die eine Kurzzeitpflege übernimmt, muss ausdrücklich von der Pflegekasse zugelassen sein. Die Kassen können auch Auskunft darüber geben, welche Häuser in Frage kommen und wie hoch die Kosten sind.

Langzeitpflege
Mit zunehmender Hilfebdürftigkeit eines älteren erkrankten Menschen reicht die häusliche Pflege manchmal nicht mehr aus. In aller Regel wird dann der Umzug in eine vollstationäre Einrichtung erforderlich, in der eine umfassende (Tag- und Nacht-) Betreuung und Pflege gewährleistet ist.

Logopädie
Logopädie bedeutet so viel wie "Stimmheilkunde" und beschäftigt sich in Theorie und Praxis mit Prävention, Diagnostik und Therapie. Dabei umfasst die logopädische Therapie je nach den in dividuellen Bedürfnissen des Patienten die Stimm-, Sprech- und Schlucktherapie.

MDK
Medizinischer Dienst der Krankenkassen. Führt Begutachtungen zur Feststellung der Pflegestufe eines pflegebedürftigen Menschen durch. Im Auftrag der Pflegekassen führt der MDK Qualitätsprüfungen nach § 80 SGB XI durch.

Nebenkosten
Bei den Nebenkosten handelt es sich um Kosten des persönlichen Bedarfs, wie z. B. Friseur, chemische Reinigung der Kleidung. Für den persönlichen Bedarf muss der Heimbewohner selbst aufkommen. Nebenkosten sind weder in den Regel- noch in den Zusatzleistungen enthalten.

Pflegedokumentation
Die Leistungen, die tatsächlich am Bewohner erbracht werden, müssen sich auch in der Pflegedokumentation widerspiegeln.

Die Pflegedokumentation dient u. a.:

  • der Transparenz der erbrachten Pflege und Betreuung
  • zur Information aller an der Pflege Beteiligten
  • der Nachvollziehbarkeit aller durchgeführten Leistungen
  • der Aufzeichnung des Verlaufs der Pflege (und ermöglicht somit auch eine Erfolgskontrolle)
  • der Darstellung des gesamten pflegerischen Prozesses
  • als Grundlage für die Unterstützung und Förderung
  • einer einheitlichen Pflege
  • zur juristischen Absicherung


Pflegeheim
Das Pflegeheim ist eine Einrichtung, in der wegen Krankheit, Alter oder Behinderung pflegebedürftige Menschen Unterkunft, Verpflegung, Betreuung und Pflege erhalten. Ärztliche Hilfe wird durch die eigene Arztwahl sichergestellt. In diesen Häusern leben pflegebedürftige Menschen, die auf fremde Hilfe angewiesen sind. Die vertragliche Grundlage für die Bewohner bietet der Heimvertrag, den sie mit dem Träger der Einrichtung abschließen.

Pflegeleistungen
Sie haben Anspruch auf eine Vielzahl von Leistungen für ambulante und stationäre Pflege. Welche Leistungen das im einzelnen sind, ist abhängig vom Kostenträger, welcher die Leistungen bezahlt.
Die Gesetzliche Pflegeversicherung ist der wichtigste Träger von Leistungen zur Pflege. Diese zahlt Leistungen im Rahmen der Pflege und Versorgung bei Pflegebedürftigkeit. Die Gesetzliche Krankenversicherung zahlt für Leistungen zur Pflege und Versorgung, wenn diese durch Krankheit notwendig werden, z. B.: Behandlungspflege (Verbände wechseln etc.) als Teil der häuslichen Pflege zur Vermeidung/Verkürzung von Krankenhausaufenthalten, Kuren für pflegende Angehörige, Haushaltshilfen, Hilfsmittel, etc. Die Sozialhilfeträger bezahlen z. B.: Leistungen zur Pflege, Versorgung und sozialen Integration, wenn die Leistungen anderer Kostenträger z. B.: der Pflegeversicherung nicht ausreichen bzw. bei nicht kranken - oder pflegeversicherten Personen.

Pflegeplanung
Pflegedokumentation und Pflegeplanung sind nicht nur gesetzliche Pflichten sondern ermöglichen eine Transparenz pflegerischen Handelns. Alle erbrachten Pflege- und Betreuungsleistungen werden zentral in einem Dokumentationssystem (Firma Dan) festgehalten.
Die Pflegedokumentation ist das Steuerungsinstrument dieses Prozesses. Pflegequalität ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer vorausgegangenen Planung. Die vorausschauende Vermeidung möglicher Problemstellungen steht hier im Mittelpunkt. Je genauer künftige pflegerische Handlungen durchdacht sind, umso leichter fällt die Reaktion auf unerwartete Ereignisse. Für alle BewohnerInnen unserer Einrichtungen werden individuelle Pflegeplanungen erstellt, die kontinuierlich evaluiert und aktualisiert werden.
Die Pflegeleistungen müssen geplant, sinnvoll miteinander kombiniert und auf ein Ziel hin ausgerichtet werden. Dazu ist es notwenig festzustellen, in welcher gesundheitlichen Lage sich der einzelne Bewohner befindet (Feststellung des Istzustandes), d. h., seine Fähigkeiten und Probleme sowie seine Lebensgewohnheiten müssen erfasst werden. Erst anhand der Beschreibung des gesundheitlichen Zustandes kann die Pflege geplant werden. Mit Hilfe der Pflegeplanung und der Pflegedokumentation werden Verläufe sichtbar. So kann gegebenenfalls eine notwendige Änderung in der Zielsetzung sichtbar gemacht  und vorgenommen werden.

Pflegestandards
Pflegestandards sind Richtlinien, die pflegerische Tätigkeiten beschreiben. Sie dienen dazu, eine bestimmte Qualität in der Pflege zu sichern, die anhand dieser Standards nachgeprüft werden kann. Standards dienen der Qualitätssicherung und beschreiben die Norm, wie eine pflegerische Tätigkeit fachlich richtig vorgenommen werden kann und soll.

Adelheid Stösser 1994: "Pflegestandards sind allgemeingültige und akzeptierte Normen, die den Aufgabenbereich und die Qualität der Pflege definieren. Pflegestandards legen themen- oder tätigkeitsbezogen fest, was die Pflegepersonen in einer konkreten Situation generell leisten wollen/sollen und wie diese Leistung auszusehen hat." Das ist nur eine von vielen Definitionen zu Pflegestandards.

Pflegestufe 1
Um Leistungen gemäß der Pflegestufe 1 zu bekommen, muss ein Zeitaufwand von mindestens 90 Minuten täglich vorliegen. Auf die Grundpflege (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) müssen dabei einmal täglich mindestens 46 Minuten entfallen. Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung notwendig sein.

Pflegestufe 2
Um Leistungen gemäß Pflegestufe 2 zu bekommen, muss ein Zeitaufwand von mindestens drei Stunden täglich vorliegen. Auf die Grundpflege (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) müssen dabei dreimal täglich insgesamt mindestens zwei Stunden entfallen. Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung notwendig sein.

Pflegestufe 3
Um Leistungen gemäß der Pflegestufe 3 zu bekommen, muss ein Zeitaufwand von mindestens fünf Stunden täglich vorliegen. Grundpflegerische Hilfe (Körperpflege, Ernährung, Mobilität) muss dabei täglich rund um die Uhr anfallen - auch nachts - insgesamt mindestens vier Stunden. Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung nötig sein.

Pflegestufen
Welche Pflegestufe für einen Pflegebedürftigen gilt, richtet sich immer danach, wie viel und wie oft Hilfe nötig ist. Dazu zählt neben Körperpflege, Ernährung und Mobilität (grundpflegerische Hilfe) auch die hauswirtschaftliche Versorgung. Berechnet wird immer die Zeit, die eine Laien-Pflegekraft, zum Beispiel ein Familienangehöriger, an Zeit aufwendet. Das Pflegeversicherungsgesetz unterscheidet zwischen drei Pflegestufen.

Pflegestufen, Antragstellung
Welche Pflegestufe für einen Pflegebdürftigen gilt, richtet sich immer danach, wie viel und wie oft Hilfe nötig ist.

Pflegebedürftige erhalten nur auf Antrag Leistungen von der Pflegekasse. Hier genügt ein formloses Schreiben. Wichtig ist es allerdings, den Antrag rechtzeitig zu stellen, denn: der Tag, an dem der Antrag bei der Pflegekasse eingeht, entscheidet über den Beginn der Ansprüche. Bevor die Pflegekasse über ihre Leistungen entscheidet, muss der Medizinische Dienst (MDK) die Pflegebedürftigkeit beurteilen. Ein Gutachter stellt vor Ort fest, welche Hilfen notwendig sind und gibt der Pflegekasse den Hinweis, welche Pflegestufe angemessen ist.

Pflegeversicherung
Es ist wichtig, den Pflegebedürftigen ein möglichst selbständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die Pflegeversicherung kann Pflegebedürftige und deren Familien zumindestens finanziell entlasten. Obwohl die Pflegeversicherung keine Vollversorgung darstellt, ist das Prinzip der Grundsicherung erreicht. Wer pflegebedürftig ist, kann zwischen der Pflege zu Hause und in einer Pflegeeinrichtung wählen.
Die soziale Pflegeversicherung tritt bei einem Pflegefall ein.
Träger der Pflegeversicherung sind Pflegekassen. Die Pflegeversicherung folgt dabei der Krankenversicherung. Grundsätzlich gilt also: Wenn Sie Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse sind, genießen Sie dort auch den Schutz der Pflegeversicherung. Die Pflegeversicherung sichert Pflegende gleich doppelt ab: Zum einen werden Pflegepersonen, gleich ob es sich um Angehörige, Freunde oder Nachbarn handelt, bei der Betreuung finanziell unterstützt. Zum anderen werden sie unter bestimmten Voraussetzungen in die Renten- und Unfallversicherung einbezogen.

Pflegevisite
Die Pflegevisite ist ein zentrales Instrument zur Reflexion pflegerischer Handlungen und dient damit der kontinuierlichen Qualitätsentwicklung. Zum anderen ist die Pflegevisite ein Besuch der Bezugspflegekraft bei dem Bewohner. Der Besuch (Visite) hat das Ziel, den Bewohner aktiv in die Gestaltung seiner Pflege und seiner Belange mit einzubeziehen.

Pflegewohngeld
In NRW muss innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Heimeinzug Pflegewohngeld beim zuständigen Kreisamt beantragt werden. Dies kann nur durch die Pflegeeinrichtung selbst getan werden. Um den Antrag zu stellen, müssen sämtliche Einnahmen (z. B. Renten, Mieteinnahmen, Zinsen) offen gelegt werden. Falls dies durch den Bewohner oder dessen Angehörige nicht erwünscht ist, muss diese Entscheidung dem zuständigen Kreis schriftlich mitgeteilt werden (wenn möglich mit Unterschrift der betreffenden Person).
Entsprechende Formulare und Infomaterial sind beim zuständigen Kreis erhältlich. Pflegewohngeld wird in Abhängigkeit der persönlichen Vermögensverhältnisse des Bewohners und der Vergütungsvereinbarung des jeweiligen Hauses berechnet. Pflegewohngeld wird erst ab Pflegestufe I bewilligt, der entsprechende Pflegeeinstufungsbescheid muss mit dem Antrag mitgeschickt werden.

Qualitätsmanagement
Ein Qualitätsmanagement-System bezeichnet die Gesamtheit aller qualitätsbezogenen Tätigkeiten und Verfahren, Verantwortlichkeiten und erforderlichen Mittel. Es beinhaltet die Qualitätsmanagementdarlegung nach innen und nach außen, die Handhabung von Standards, die Einbeziehung von Verbesserungsvorschlägen und die fortlaufende  Weiterentwicklung des Qualitätsmanagement-Systems innerhalb der Einrichtung.

Das Qualitätsmanagement-System bildet die Grundlage für die Ausübung der Qualitätsmanagementtätigkeiten:

  • Qualitätsplanung: Tätigkeiten, die die Zielsetzungen und Qualitätsanforderungen an die Dienstleistungen festlegen
  • Qualitätslenkung: Arbeitstechniken und Tätigkeiten, die zur Erfüllung von Qualitätsanforderungen angewendet werden
  • Qualitätssicherung bzw. Qualitätsdarlegung: Qualitätsmanagementhandbuch
  • Qualitätsverbesserung: Sämtliche Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und Wirksamkeit von Abläufen innerhalb der Einrichtung


Snoezelen
Snoezelen ist eine Entspannungsmethode, die in den Niederlanden für geistig behinderte Menschen entwickelt wurde. Heute findet sie auch in anderen Bereichen, wie z. B. in der Altenpflege, Anwendung. Das Wort "Snoezelen" setzt sich zusammen aus dem Wort "snuffelen", was so viel wie "schnüffeln" heisst, und "doezelen", was dösen bedeutet. D. h., mit Hilfe von Duftstoffen, Farben, Musik und Bewegungen werden sinnliche Erfahrungen und Erlebnisse möglich, die der Entspannung und dem Wohlfühlen dienen.

Teilstationäre Pflegeangebote
dienen der Entlastung pflegender Angehöriger, indem sie Pflege tagsüber (Tagespflege), Pflege in der Nacht (Nachtpflege), Pflege am Wochenende oder über kurze Zeit (Kurzzeitpflege) bereitstellen. Ziel der teilstationären Angebote ist es, dem alten Menschen zu ermöglichen, in seiner gewohnten Umgebung zu bleiben und ihm auf der anderen Seite zeitweise oder über einen kurzen Zeitraum hinweg intensive Pflege und Betreuung in einer Einrichtung zukommen zu lassen.

Vaskuläre Demenz
Die vaskuläre Demenz ist eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Sie entsteht durch Verkalkung der Hirngefäße und kleine Hirninfarkte (Schlaganfälle). Sie beginnt meist plötzlich, verschlechtert sich schrittweise, Schlaganfälle mit vorübergehenden oder bleibenden körperlichen Symptomen wie Sehstörungen oder Lähmungen sind typisch.

Verhinderungspflege
Verhinderungspflege ist eine Form der Kurzzeitpflege. Sie kommt dann zum Tragen, wenn die Pflegeperson ausfällt z. B. wegen Krankenhausaufenthalt o.ä.. Wichtig ist es zu wissen, dass Verhinderungspflege zusätzlich zur Kurzzeitpflege gewährt werden kann. Auch hier beträgt die Begrenzung maximal 28 Tagen.

Vorvertrag
Der Vorvertrag ist eine Art Anwartschaft. Damit verschaffen Sie sich Planungssicherheit für einen späteren Einzug in eine Betreute Wohnanlage oder Wohnstift. Im Vorvertrag werden ein voraussichtlicher Einzugstermin und ein Appartementtyp festgelegt.

Wachkoma
Auch "apallisches Syndrom" genannt. Schlafähnlicher Zustand mit offenen Augen, bei dem der Patient wach ist, jedoch in der Regel keine Reaktionen, Blickfixierung oder spontane Äußerungen zeigt; verschiedene Reflexe, etwa der Greifreflex, sind vorhanden. Diese Form der Bewusstseinsstörung geht auf einen Funktionsausfall der Großhirnrinde nach Schädelhirntrauma, Vergiftung, Schock oder Reanimation zurück. Die Patienten müssen intensivmedizinisch überwacht, manche auch beatmet werden.

Wohnstift
Der Begriff "Wohnstift" ist nicht geschützt.

Bei Alloheim handelt es sich hierbei um freifinanzierte Wohnanlagen mit gehobener Ausstattung, in denen vornehmlich barrierefreie Appartements, aber auch kleinere Wohnungen zum selbständigen Wohnen angeboten werden. Ältere Menschen können hier ein selbstbestimmtes Leben führen und haben die Möglichkeit, verschiedene im Wohnstiftvertrag festgelegte Verpflegungs- und Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen.

Bei Alloheim z. B. wird Wert auf einen gemeinsamen Mittagstisch gelegt, um so einer drohenden Vereinsamung entgegenzuwirken. Unsere Wohnstifte verfügen über ein hauseigenes Cafe und/oder Restaurant. Darüber hinaus stehen großzügige Gemeinschaftseinrichtungen zur Verfügung. Vielfältige soziale, kulturelle und Freizeitangebote sowie häusliche, teil- und auch vollstationäre Pflegeleistungen durch Alloheim mobil komplettieren das Angebotsspektrum.

:: Nach oben :: Weiterempfehlen
:: Druckversion
Logo der Alloheim Senioren-Residenzen GmbH
Schrift vergrössern
:: Suche
Erweiterte Suchfunktion
:: Alloheim mobil sucht Krankenschwestern/-pfleger
:: Virtueller Rundgang
Teaser VR Wetzlar
:: Pflegeangebot
teaserbild_pflegeangebot.jpg